Moderne Bauten mit Beton, Stahl und Glas mitten in einer Stadt mit alter, schützenswerter Architektur? Das muss kein Widerspruch sein. Um welche Stadt handelt es sich? (Auflösung: siehe Labels...)
Licht. Die wichtigste Zutat beim Fotografieren. Vorsichtig angewendet zeichnet das Licht anmutige Kurven. Es braucht nicht immer eine Tonwertkorrektur. Manchmal darf ein Bild auch zu dunkel sein.
Blätter. Wald. Und einen kompakten, starken Blitz. Das sind die Zutaten für diese Bilder. Einhändig fotografiert mit dem Blitz in der anderen Hand für einen Lichteinfall von der Seite. Blende ganz zu, dunkler Hintergrund ausgewählt, Belichtungszeiten von einer halben Sekunde und von Auge ungefähr die Schärfe kontrolliert. Fertig...
Keine Badegäste im Marzili? Keine Sonnenanbeter auf dem grünen Rasen? Keine Brückenspringer auf dem Schönausteg? Keine Schwimmer in der Aare? Keine Spaziergänger der schönen, grünen Aare entlang?
Nein, es ist niemand da. Es regnet! Die Leute bleiben zu Hause. Nicht mal die Hunde müssen bei diesem Wetter Gassi gehen. So ein Hundewetter...
Die Ausstellung ist vorbei; die Bilder abgehängt - zu Hause, in einer dunklen Ecke am verstauben. Grund genug, sie nochmals zu zeigen und "aufleben" zu lassen.
Hier also die acht Bilder, gedruckt auf Leinwand, aufgespannt auf einem Keilrahmen und präsentiert in einem Schattenfugenrahmen, die während rund eines Monats im Kornhausforum hingen:
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Diese Bilder sind nicht "heile Welt". Es ist auch nicht eine Auswahl meiner "schönsten" Bilder. Sondern es sind Bilder, die genau für diese Ausstellung; genau für dieses Thema "Spuren" erstellt wurden.
Die Suche nach den Motiven war ein kreativer Prozess, der mehrere Monate dauerte. Konzepte wurden erstellt und wieder verworfen. Schlussendlich habe ich ein Konzept gewählt, dass die Bilder durch die Bewegungsunschärfe "weich" aber durch den Inhalt sehr "hart" macht.
Lange haben wir darauf hin gearbeitet: Jetzt kommt der Stein ins Rollen. Am siebten Mai ist es endlich soweit und wir eröffnen unsere Fotoausstellung im *renommierten* Kornhausforum in Bern. "Spuren" ist der Titel der Ausstellung: Spuren im Schnee, Spuren der Zeit, Spuren im Nebel, Spuren der Verwüstung, Spuren, Spuren Spuren. Lasst Euch überraschen :-)
Das Nebelmeer überschwemmt das Tal. Die Wogen schwappen hoch und verebben wieder. Am Ende siegt die Sonne und es wird ein klarer, kalter Wintertag. 65mm, 1/160, F8, ISO 100.
Schnee ist zu dieser Zeit in unseren Breitengraden ja nicht neu. Und in höheren Lagen auch ganz gern gesehen. Aber so viel Schnee in der "City" ist schon recht ungewöhnlich. Aber schön!
Was könnte uns dieses Haus für Geschichten erzählen! Wer waren die früheren Bewohner? Wie haben sie gelebt? Was ist ihnen passiert? Wir werden es nicht mehr erfahren. Das Haus steht leer. Die Mauern schweigen.
Jetzt kommt neues Leben ins Haus. Frische Luft. Das Leben geht weiter.
Café Bar Mokka, Thun: 80mm, 1/80, F1.8, ISO 1'600. 80mm, 1/50, F1.8, ISO 800. 80mm, 1/30, F1.8, ISO 800. 80mm, 1/80, F1.8, ISO 800. 80mm, 1/125, F1.8, ISO 1'600. 80mm, 1/50, F5.6, ISO 1'600.
Gerade geht der Mond zwischen Bunderspitz und Klein-Lohner auf. Die Wolken verwischen; nur die Silhouette der Berge ist scharf. 135mm, 30", F7.1, ISO 200.